Otmar Bauer
Actionist - Artist - Revolutionist
02/17/2011 through 03/12/2011

Als Sohn faschistischer Eltern ging er nach der Matura in Linz  nach Wien um dort Architektur zu studieren. 1968 initiiert er den SÖS (Sozialistische Österreichische Studenten). Im selben Jahr kam es zur provokantberühmten, von Bauer angeführten Uniaktion „Kunst und Revolution“, bei welcher 3 nackte Männer das Podest betraten und einen Urinierwettbewerb veranstalteten. Dies hatte für Bauer nicht nur zur Folge dass der Vater seine Existenz leugnete sondern auch eine 28tägige  Polizeihaft und Studiumsverbot in Österreich mit sich zog.

Aus dieser Studentenrevolte kam er zum Wiener Aktionismus, wo er Otto Muehl kennenlernte, der Anfang der 1970er Jahre durch die Gründung einer reichianisch inspirierten Kommune, der Aktionsanalytischen Organisation (AAO), von sich reden machte.

Ende der 80er Jahren sagte sich Otmar Bauer von Mühl los und lebte als freier Künstler teils im österreichischen Burgenland, teils auf Santa Maria/Azoren.

2004 veröffentlichte Otmar Bauer „1968 - autobiographische Notizen“, in dem er seinen Weg von seinen Studententagen bis in die 1990er Jahre beschreibt. "Provokant, radikal-direkt und ganz in der einst gängigen Sponti-Diktion beschreibt Otmar Bauer in seinem neuen Buch die Jahre 1965 bis 1989. Mit dem Blick hinter die Kulissen wolle er die Dinge verständlich machen und aufräumen mit falschen Mystifizierungen.’ (profil 9/04)