Sabina MLEJNEKGeboren am 20. August 1970 in Wien
1996 - 2002 Studium Malerei an der Kongelige Danske Kunstakademi in Kopenhagen, Dänemark, bei den Professoren Claus Carstensen und Ursula Reuter-Christiansen
1999 – 2003 Studium Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei den Professoren Prachensky und Rosenblum
Preise und Auszeichnungen:
Statens Kunstfond
Comwell-Fonden
Asia – Europe young Artists painting competition
Sammlungen:
Telecom Austria
Sammlung Leopold
und zahlreiche Privatsammlungen
Die Künstlerin Sabina Mlejnek lässt in ihren Bildern den Betrachter an ihrem persönlichen Blick auf sich selbst teilhaben.
Ihre Selbstbilder entstehen ohne Zuhilfenahme eines Spiegels. Der Spiegel als „anderer Ort“, als Ort, an dem man das Abbild seiner selbst „als Ganzes“, also unfragmentiert sehen kann, wird als Projektionsfläche eliminiert.
Sabina Mlejnek vermeidet ganz bewusst die Perspektive einer vorgeblich neutralen Beobachtung. Stattdessen fokussiert sie auf die perspektivischen Verzerrungen und Fragmentierungen, die sich durch den speziellen, von ihr gewählten Blickwinkel ergeben. Die Künstlerin zwingt dem Betrachter ihren konkreten subjektiven Blickwinkel auf und enttarnt die Unmöglichkeit einer subjektiven Selbstsicht.
Trotz oder vielleicht auch gerade wegen des extrem privaten Blickwinkels, den Sabina Mlejnek preisgibt, erfährt man in Wahrheit nichts über die Identität der Künstlerin. Die Darstellung ihres Gesichts verweigert sie. Subjekt-, Objekt-, und Abjekthaftigkeit werden diskutiert, die „Person“ als solche wird zurückgenommen. Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen persönlich- unpersönlich, privat- öffentlich, wobei es dem Betrachter überlassen bleibt, den narrativen Aspekt der dargestellten Szenen für sich selbst zu deuten.
